Unlängst …

… war ich bei uns im Ort unterwegs. Zu Fuß. Ich bin oft auf diesem Weg unterwegs. Zuletzt erst vor ein paar Tagen.

Ganz in Gedanken versunken stehe ich plötzlich vor einer Absperrung – Durchgang verboten.

An dieser Stelle gibt es nur diesen einen Weg. Rundherum gehen oder ausweichen ist nicht möglich.

Im ersten Moment war ich irritiert. Genervt ehrlichgesagt. Ein ganzes Stück lang wieder zurückgehen und mir einen anderen Weg suchen?

Eine Zeit lang bin ich vor dieser Absperrung stehengeblieben. Verärgert. Hab mich umgeschaut, ob ich mich nicht doch irgendwie durchschleichen könnte.

Schließlich hab ich dann resignierend umgedreht.

Auf den ersten paar Metern war ich noch sehr damit beschäftigt, mich zu ärgern. Ich hatte immer noch das Bild von dem Weg vor Augen, den ich eigentlich gehen wollte.

Aber schon nach ein paar Minuten ist mir aufgefallen, dass ich in mir drinnen schon einen neuen Weg vor mir hatte. Ein neues Bild. Neue Gedanken.

Der Ärger über das Umkehren war verflogen und der Freude über die Gelegenheit, jetzt doch noch kurz durch den Wald zu kommen, gewichen.

Irgendwie passt das grade, hab ich mir gedacht. Irgendwie ist das, wie das Leben.

Ich kann mir einen Weg vornehmen, mich darauf freuen, ihn verinnerlichen. Aber ich kann nicht davon ausgehen, dass es auch genauso sein wird. Nur vertrauen, dass es gut sein wird.

Meine Vorstellung schickt mich auf die Reise. Aber mein Mut zur Veränderung lässt mich umdenken, wenn es nötig ist.

Im Moment habe ich oft das Gefühl, umdenken zu müssen, flexibel zu bleiben. Ich hoffe, daraus wachsen zu können und immer den Mut zu haben, weiterzugehen.

Ich bin neugierig – gehts dir auch manchmal so? Hast du vielleicht schon überraschend wundervolle Dinge erfahren, nur weil du doch anders abbiegen musstest, als geplant? Hinterlasse einen Kommentar – ich freu mich auf deine Geschichte!

 

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